highclasstussi

Barbie hates me… because Ken fucked me!

Wie eine Kurzgeschichte von @gibraltarjunge zu meinem Vietnam wurde.

Nach diesem Weihnachten muss Mischa-Sarim Verollet ein gemachter Mann sein, habe ich ihm quasi seinen Pool finanziert. Denn das Einzige, das ich verschenkt habe dieses Jahr, war sein Buch „Das Leben ist keine Waldorfschule“. An alle. Ich liebe es. Ihr solltet es kaufen.  Ich finde auch, dass ihr alle Bücher von ihm kaufen solltet. Ich werde auch solange alle Bücher von Mischa verschenken, bis alle Leute, die ich kenne, alle Bücher von Mischa besitzen & die dann alle Bücher von ihm an alle Leute die sie kennen verschenken – solange bis alle Menschen auf dieser Welt zwar immer noch nichts zu essen, aber immerhin alle Bücher von Mischa Sarim Verollet haben. & dann wird Mischa irgendwann reich & erinnert sich an diesen Blogeintrag zurück. & dann wird er sich daran erinnern, dass ich eigentlich quasi Mitschuld an seinem Reichtum & seiner weltweiten Berühmtheit trage & er wird mir einer seiner Geschichten widmen.
Aber..
Halt.
Ich bin mir ganz sicher, dass Mischa noch gar nichts von mir wusste, als er die Kurzgeschichte „Helgaaa!“ schrieb, aber diese Geschichte, naja. Sie entwickelte sich zu meinem persönlichen Vietnam-Flashback.
Ich heiße Swantje. Ja. Swantje gibt es in verschiedenen Schreibweisen. Da wären eben Swantje, Zwaantje, Zvantje & Svantje. Als Kind wurde ich immer sehr gehänselt wegen meinem Namen. Schwantje, Schwanschje, Schweintje (Kinder sind ja so erfinderisch) waren keine Seltenheit & sogar meine Mutter (das ist die Frau, die mir diesen Namen gab) lies es sich nicht nehmen, mich hin & wieder mit einem Schwanhilde zu nerven. (Schwanhilde ist die Ursprungsform von Swantje). Hinzukommt, dass ich aus einer kleinen Stadt am Rande der Schwäbischen Alb im Ostalbkreis komme & die Leute dort tiefstes Schwäbisch sprechen. Das Ganze hat mit Deutsch selber nicht mehr viel zu tun & so kam es, dass niemand meinen Namen richtig aussprechen konnte.
Man sieht, ich hatte eine schwere Kindheit.

Als Jugendliche hörten die Hänseleien auf & ich fand mich mit meinem Namen ab. Die Einzige, die mich noch hänselte, war meine Mutter. Aber da stand ich drüber. Ich frage mich nur bis heute, warum sie mir den Namen gab, wenn sie es so lustig findet, mich damit zu ärgern. Sie würde darauf sagen, dass es nur soviel Spass macht mich zu ärgern, weil ich mich so aufrege & genau deshalb frage ich sie nicht.

Ich wurde erwachsen, ich wohnte in Dortmund, Menschen konnten meinen Namen aussprechen. Ich freute mich darüber, dass ich einen Namen habe, den nicht alle haben & fand Swantje immer noch besser, als Britney oder Chantalle. Ich zog das Positive daraus. Vor ein paar Wochen meinte ein Kumpel zu mir, dass der Name „Swantje“ sich nach einer Öko-Lehramt-Studenten-Tussi anhört, wenn man mich nicht kennt. Ich zuckte innerlich zusammen, aber lernte ich doch, dass man Angst in solchen Momenten nicht zeigen darf, sonst macht das Ärgern noch viel mehr Spass.

Dann las ich „Helgaaa!“ [aus „Das Leben ist keine Waldorfschule“ (kann man da kaufen, wo der Link hinführt & sollte man auch!)] & hatte meinen persönlichen Vietnam-Flashback. Ich erzähle euch jetzt ganz sicher nicht, um was es geht, aber natürlich spielt ein durchgeknalltes (also wirklich durchgeknallt, nicht so wie ich nur ein bisschen) Mädchen mit. & natürlich heißt es Svantje. Natürlich. Wie solltes es anders sein. Mischa reitet so ziemlich auf allen Klischees rum, die mit dem Namen Svantje verbunden sind. Aber zumindest hatte sie Sex in der Geschichte mit Mischa. Das ist ja auch schon was.
Ich mag meinen Namen wieder nicht. Besonders wegen den Sachen, die man mit diesem Namen assoziiert.

Lieber Mischa,

wenn es dann soweit ist & du mir eine Geschichte schreibst, weil du reich bist & dich daran erinnerst, dass ich dich weltberühmt machte & niemals Geld von dir wollte, sondern das alles ganz freiwillig & von ganzem Herzen machte, dann sei lieb zu mir. Ich kann nichts dafür, dass ich Swantje heiße.

Liebe Grüße,

die mit dem schrecklichen Namen, die sich aber gerne in deinem Bauchnabel verlieren würde.

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Ein Gedanke zu „Wie eine Kurzgeschichte von @gibraltarjunge zu meinem Vietnam wurde.

  1. Meine Jungs kommen und wollen das Schutzgeld und zwar bis
    morgen strandulina ist das klar?

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